CE-Markt electro 5/2019

Mit Smartphone und Tablet bessere Verkaufs-Chancen am POS? G ute Nachrichten für den Handel: Pünktlich zum Frühjahrsbeginn wurde die Verbraucherstimmungdeut- lich positiver. Entsprechend stieg das HDE-Konsumbaro- meter imApril und beendete seinen seit Mitte 2018 er- kennbaren Abwärtstrend. Laut Handelsverband Deutschland (HDE) wird die Aufhellung der Verbraucherstimmung im Wesentlichen durch eine erhöhte Anschaffungsneigung und gestiegene Einkommenserwartun- gen getrieben. Im Handel diesen positiven Trend zu ver- passen, wäre meiner Meinung nach ein großer Fehler. Die Fachhändler sollten jetzt alle Möglichkeiten nutzen, um die Kunden ins Ladengeschäft zu holen und als Käufer für neue Produkte zu gewinnen. Weil die Kunden aber anspruchsvoller geworden sind, muss der Händler ler- nen, sie besser zu verstehen. Der Chef von Amazon Deutschland sagte kürzlich: »Es gibt nicht den einen Kunden, deshalb müssen wir uns jeden Tag auf seine Be- dürfnisse einstellen.« Und wie können wir die Kunden besser verstehen? Mithilfe von Daten. Laut einer Studie von Forbes geht die Hälfte der Unternehmen davon aus, dass Datenanalyse künftig noch mehr be- Herzlichst, Ihr electro Herausgeber Lutz Rossmeisl einflussen wird, wie man mit Kunden interagiert. Speziell wenn es um die Kundenzufriedenheit geht, sind Einblicke in Daten nicht zu unterschätzen. Dank einer Datenplattform können Händler und Verkäufer einzel- ne Kunden individuell anspre- chen und ihre Zufriedenheit steigern. Daten erleichtern es, den Kun- den zu verstehen und helfen, das Kauf- erlebnis zu optimieren. Das führt wieder- um zu Kundentreue, positiven Bewertun- gen und weiteren Kunden. Aus diesem Grund gehören Smartphones und Tablets in die Hand eines jeden Verkäufers. Mit ihnen kann er im Kundengespräch rasch und gezielt auf Kundendaten und Pro- duktwissen zurückgreifen. Im Außendienst ist der Einsatz digi- tal gespeicherter Daten längst üblich: Mit Smartphones, Tablets oder Kleinst- PCs haben die Mitarbeiter ihr Außen- dienst-Büro ständig dabei. Informationen zu Kunden und Projekten lassen sich über Apps aufrufen und bearbeiten. Neben Standard-Kundeninformationen können Außendienstmitarbeiter dabei vom Zu- griff auf eine digitale Kundenakte, Belege aus dem Warenwirtschaftssystem sowie Verkaufschancen inklusive der Produkt- Lutz Rossmeisl CE-Markt 5 | 2019 3 ProBusiness rief MitteMärz seineMitglie- der nachWinnenden – dem Firmensitz der Unternehmens Kärcher – zur Jahrenhaupt- versammlung zusammen. Dass in diesem Jahr alle 18 Mitgliedsfirmen zur turnus- gemäßen Veranstaltung gekommen sind, ist einem attraktiven Workshop-Pro- gramm geschuldet, darf aber durchaus auch als Anerkennung der Arbeit des Vor- sitzenden Berthold Niehoff verstanden werden. Niehoff: »Wir leben die Kontinui- tät, gestalten aber gleichzeitig die Heraus- forderungen der Zukunft.« So bewegt die digitalen Zeiten in In- dustrie und Handel sind, so verlässlich und Kontinuität ausstrahlend ist die Arbeit des Pro Business-Vorstandes, der in Winn- neden einmütig in seinem Amt bestätigt wurde. Den Vorsitz übt weiterhin Bert- hold Niehoff aus, sein Stellvertreter bleibt Thomas Schwamm von Jura. Das Amt des Schatzmeisters bekleidet auch in den kommenden zwei Jahren Jan Recknagel von Kärcher und Peter Wildner von Nivo- na bleibt Schriftführer. Was die Pro Business-Mitglieder unter ein gemeinsames Marketing-Dach führt, ist ihre Innovationskraft und die Service- Leistungen, die sie für ihre Handels- partner erbringen. Sie punkten mit ihrer Kompetenz als Sortiments-Spezialisten, die designorientierte Hausgeräte mit be- sonderem Bedienkomfort im Portfolio haben. Mit der Bündelung der Aktivitä- ten bei Messen und Werbung gelingt es Pro Business, für die Anbieter der kleinen Hausgeräte größtmögliche Aufmerksam- keit zu erzielen. Das alleine reicht jedoch im Zeitalter der digitalen Transformation, in der auch im Handel kaum ein Stein auf dem anderen bleibt, nicht aus. So befasste sich das Workshop-Programm für die Mit- glieder in diesem Jahr unter anderem mit Themen wie der Customer Journey und Social Media. Die große Frage über allen: Wer sind die Kunden von morgen, und wie kann ich diese über die digitalen Kanäle für den Handel erreichen und gewinnen? Auch wenn es nicht das eine Patentrezept gibt, kreierten die Workshops rund um die Zukunftsthemen viele Ideen und Impulse, zeigten neue Ansätze und Wege. Die Zielsetzung des Pro Business Vor- standes in den kommenden zwei Jahren: »Ein verlässlicher Partner bleiben, noch besser werden und Mehrwerte schaffen«, gibt Niehoff den Kurs vor. Und: »Wir sind uns bewusst, wie schnell sich der verän- dern muss. Wir werden diesen Prozess kreativ und engagiert begleiten, Konzepte und Strategien entwickeln, um die Her- ausforderungen der Zukunft mitgestalten zu können.« Pro Business Vorstand Thomas Schwamm (Jura), Jan Recknagel (Kärcher), Peter Wildner (Nivona) und Berthold Niehoff (v.l.n.r.) positionen profitieren. Wie es heißt, ma- chen Außendienstler, die mit einem Tablet ausgestattet sind, im Durchschnitt 25 Pro- zent mehr Umsatz. Am POS könnten ähn- liche oder höhere Zuwachsraten winken. Abschließend noch das Ergebnis einer Studie zum Thema »Trends im Handel 2025«. Die Studie wurde von EHI, HDE, Kantar TNS und KPMG gemeinsam durch- geführt und ist aus meiner Sicht deshalb erwähnenswert, weil man sie als eine Auf- forderung an unsere Händler verstehen kann, sich ab sofort noch intensiver um ihre Kunden zu kümmern: »Der stationäre Handel wird in den kommenden Jahren in fast allen Branchen die wichtigste Anlauf- stelle für Kunden bleiben. Jedoch steigen die Ansprüche der Konsumenten: Die Käu- fererwartungen werden sich in Bezug auf digitale Services deutlich erhöhen.« Über- durchschnittlich hoch seien die Erwartun- gen bereits heute in Bereichen wie zum Beispiel der Elektrogeräte. Deshalb Hand aufs Herz: Erfüllen Sie diese Erwartungen wirklich und haben Sie den Eindruck, dass auch Ihre Kunden dieser Meinung sind? Schreiben Sie mir von Ihren Erfahrungen. Ich freue mich darauf. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und weiter- hin gute Geschäfte. Bild:ProBusiness Pro Business gestaltet Zukunft Vorstand im Amt bestätigt

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